Erfahrungsberichte

profitieren Sie von unserer Erfahrung

Laden in der Tiefgarage

Projektierung einer Ladesäulenanlage in der Tiefgarage einer Wohnanlage

Vortrag anlässlich der Mitgliederversammlung 2022 des Vereins Elektromobilität Nord e.V.

In der Tiefgarage seiner Wohnanlage mit Eigentumswohnungen eine Ladeinfrastruktur für Elektroautos zu schaffen, das war das Projekt von Peter von Viebahn in Bad Schwartau.
Von der Analyse der Ausgangssituation 2020 bis zur Verwirklichung Anfang 2022 waren viele Bedenken auszuräumen und die Besonderheiten der Tiefgarage zu berücksichtigen.
Zunächst hatte nur Peter von Viebahn für seine Renault ZOE eine Wallbox mit eigenem Wohnungsstromzähler an seinem privaten Tiefgaragenplatz installiert. Seine Idee war nun, Ladesäulen für sämtliche Bewohner des Hauses an allen 14 Pkw-Stellflächen bereitzustellen.
Die Anordnung der Plätze hat folgende Besonderheiten: 1 Bewohner benutzt eine Garage direkt außerhalb der Tiefgarageneinfahrt. Innerhalb der Tiefgarage haben an einer Wand 3 Pkw ihre Plätze. An der gegenüber liegenden Wand befinden sich für 10 Autos Multiparker-Plätze mit Hubvorrichtungen, so dass dort je 2 Pkw übereinander platzsparend parken können. Die Herausforderung war nun, allen Nutzern Lademöglichkeiten zu bieten.
Zunächst wurde überlegt, nur an den drei „einfachen“ Stellplätzen Ladepunkte für mehrere E-Auto-Besitzer zu installieren, die dann aber ein ständiges Umparken erforderlich gemacht hätten. Die Alternative wäre gewesen, vor dem Haus eine Ladesäule mit 2 Steckdosen zu errichten, aber dagegen gab es starke Einsprüche und Bedenken.
Nach vielen intensiven Diskussionen einigten sich die Bewohner auf 9 Ladepunkte für die 14 Stellplätze unten im Haus. Vorteil: kein Umparken nötig, lediglich müssten gegebenenfalls Anschlüsse umgesteckt werden.

Mehr Projektinformationen erhalten Sie in diesem PDF

Abenteuer Elektro

Ein Reisebericht aus 2016

In der Anfangszeit der neuen Elektromobilität 2.0, wie ich sie gerne bezeichne, waren Reisen mit dem Elektroauto eine Herausforderung. Wir sind im Februar 2015 mit einem Nissan Leaf mit 24 kWh Akku und einer Reichweite von rund 150 km eingestiegen. Damals gab es gerade mal gut 10.000 Elektroautos in Deutschland. Ladesäulen waren rar gesäht. Eine Fahrt musste genauestens geplant werden. Trotz der Umstände hatten wir so viel Spaß mit unserem Leaf, das wir uns schon im ersten Jahr von Hamburg bis Amsterdam oder auch nach Dänemark gewagt haben. Zu einer Zeit in der es nicht möglich war elektrisch in Deutschland über die A24 von HH nach Berlin zu kommen.

Wir haben uns aus einer Schnappsidee heraus, mit dem uns aus dem Forum goingelectric bekannten Stephan Kopeinig, zum ZOE-Treffen in Velden 2016 verabredet. Zu dem Zeitpunkt, Ende 2015, keine Ahnung wie das gehen sollte. Aber es fügte sich alles und die gut 1.300 km wurden in zwei Tagen mit 17 Ladestopps bewältigt. Als Sahnehäubchen gönnten wir uns sogar die Fahrt über die Großglockner Hochalpenstraße.

Anbei findet Ihre einen Reisebericht, der auch von Nissan veröffentlicht wurde und unsere generalstabsmäßige Palnung mit unserem Roadbook.

Viel Spaß beim Lesen

Bernd Schubinski